Bahnhof in Emerald Opal fields Oldtimer
Bahnhof im Nirgendwo for "Jillaroos"
one stop shopping Downtown Longreach
Stockmen's Hall of Fame QUANTAS Museum
Road Trains Outback Stations
Waltzing Matilda, Winton "Hausschilder"
The Entrance Cattle Land
Farbvielfalt Lynchjustiz
Middelton Hotel Locals
Billabong nahe Boulia
soweit das Auge reicht Flutwasser Reste
just Rocks Mine in Mt Isa
Herkunftsländer Fahrt "Unter Tage"
Sunset at "The Isa"

Y Not Aktuell

Im Outback

11-03-2012

Wegen des unbeständigen Wetters entlang der Küste beschließen wir den Trip ins Outback vorzuziehen. Aber selbst unser erstes Ziel, der Carnavon NP nahe Emerald, ist für uns noch unerreichbar. Kurz vor dem Park erscheint uns die Strömung in einem der Floodways zu stark zu sein. Wir erinnern uns an das Bild auf dem Bus in Bundaberg und drehen um. Vielleicht auf dem Rückweg.
Weiter geht’s nach Longreach. Das Outback-Zentrum ist Geburtsstätte der Quantas Airline und damit zusammenhängend des Royal Flying Doktor Service, der überhaupt erst eine ärztliche Versorgung im Outback möglich machte. Den Stockmen, den australischen Viehhirten ist hier ein Halle und ein Denkmal gewidmet.
Road Trains kommen uns entgegen gedonnert. Lastwagen mit bis zu 55m Länge transportieren Vieh, Kraftstoff und was man sonst im Outback benötigt.
Jetzt nach den heftigen Regengüssen wirkt alles saftig grün was im September nur noch rot und staubig ist. Winton, ist vermutlich der einzige Ort der Welt, in dem einem Song ein Museum gewidmet ist ( "Waltzing Matilda" ist die heimliche Nationalhymne der Aussies).
Von dort geht's ins Grenz-Nest Boulia. 980km seit Emerald. Hier zweigt eine Staubpiste durch die Simpson Wüste nach Alice Springs ab, knapp 900km. Sie ist bis April gesperrt wegen der Hitze (bis zu 50 Grad!). Die andere Piste läuft gen Norden nach Mount Isa. Nochmal 350km. Dazwischen weites Land. Ein paar Stations, die man nur an den Torschildern erkennt. Die Gehöfte sind so weit weg, dass man sie von der Einfahrt aus nicht sehen kann.
Das Land ist rauh. Und so sind die Leute hier. Ein Dingo erliegt der Lynchjustiz. Er „baumelt“ zur Abschreckung vom Ast. Vielleicht war er ja ein Viehdieb.
Middelton ist eine einsame Gaststätte mitten im Nichts. Der Cowboy am Tresen wirkt noch kauziger als der Wirt. Ein junger Mann stoppt seinen 4WD und holt sich Zigaretten. Er will Football spielen in Winton. Dafür fährt er am Samstag 450km und nach dem Spiel die gleiche Strecke zurück.
Hier finden wir das ursprüngliche Australien, so wie man es sich vorstellt und im Film zu sehen bekommt. Wir beginnen diesen Teil des Kontinents zu lieben. Gern hätten wir noch ein Rodeo erlebt, aber die finden nur im kühlen August statt.

Mount Isa, oder „The Isa“ wie sie die Stadt nennen, verdankt seine Existenz dem Fund von Bleierz in 1923. Die Mine ist heute eine der weltgrößten Lieferanten für Blei Zink, Silber und Kupfer. Bergleute aus über 50 Ländern fördern Erz im Tagebau und in bis zu 1,9km tiefen Schächten. In einem Besucherschacht informieren wir uns über die mühselige und gefährliche Arbeit Unter Tage. Bis zu max. 9 tödliche Unfälle pro Jahr zeigt die traurige Statistik. Glücklicherweise hat es in den letzten vier Jahren niemanden mehr erwischt.
Nicht weit entfernt in Riversleigh sind erst vor kurzem massenweise fossile Knochen ausgegraben worden. Sie werden u.a. in The Isa prepariert und geben der Wissenschaft einen Einblick in die unglaubliche Tierwelt längst ausgestorbener Spezies. Uns hat es ein fleischfressendes Känguruh besonders angetan.

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