Lasseter Highway Erldunda Station
ausgedient Kings Creek Station
Emu Breakfast time
im Canyongrund Papageienart
einsames Blümchen Aufstieg zum Plateau
Blick zurück Kings Canyon
"Garden Eden" Offroad Track
Salt Lake Mount Conner
im Nationalpark Ayers Rock Resort
Kata Tjuta sunset at "the Olgas"
Valley of the Winds Walpa Gorge
Echse wilde Dromedare
sunrise am "Rock" Lungkata Walk
Mutitjulu Waterhole "besteigen verboten"
Unterschlupf an der Wand entlang
Kuniya walk "Haifischmaul"
Aboriginie kids' Lollies Champaign in the desert
S.o.S Dinner Happy New Year
Sunset am Uluru

Y Not Aktuell

Watarrka & Kata Tjuta - Uluru National Parks

03-01-2012

Allrad-Fahrzeuge waren leider ausgebucht, sonst hätten wir von Glen Helen über die Mereenie Loop direkt zum Kings Canyon fahren können. 200km rote Staubpiste. So müssen wir den Umweg zurück über Alice nehmen. Das sind 440km mehr.

Ganz in der Nähe von Alice Springs liegt Ayers Rock oder Uluru, wie der gewaltige Sandstein-Monolith in der Sprache der Aboriginie heißt. Ganz in der Nähe, das sind hier mal eben 470km. Die Route ist auch ohne Straßenkarte leicht zu finden. Man fährt den Stuart Highway gen Süden – das ist wenn mittags der Schatten vor dem Auto liegt. Draußen fliegt die Landschaft an uns vorbei. Rote Erde, spärliche Grasbüschel und Buschwerk. Meilenweit. Brücken über Flüsse, die das Meer nie erreichen, die in einem Salzsee verdunsten oder einfach im Grund versickern. Sie führen nur bei heftigem Regen Wasser. Jetzt sind sie ausgetrocknet.  Ab und zu zweigt eine rote Staubpiste ab zu einer nicht sichtbaren Station, irgendwo da draußen. Fahrzeuge, die uns gelegentlich entgegenkommen, werden mit einem coolen Handzeichen gegrüßt.
Nach etwa der Hälfte der Strecke biegt man nach rechts ab in die einzige befestigte Straße und dann weiter gerade aus. Die gleiche Landschaft in sengender Hitze. Irgendwann ein Schild, Kings Canyon. Da wollen wir hin. Tanken in Kings Creek Station (0,80$ teurer als in Alice!), weiter bis zum Campground. Im Resort erwartet uns eine Überraschung. Ein Pool! Ja, mitten in der Wüste ein Swimming Pool, dessen Größe den Namen auch rechtfertigt. Vor Sonnenuntergang kriegt uns da keiner mehr raus!

Kings Canyon ist ein Plateau aus unterschiedlich hartem Sandstein in den sich über Millionen Jahre das abfließende Regenwasser einen Weg gefräst hat. Ein gut gekennzeichneter Pfad führt in 3 Stunden durch das Labyrinth der Felsdome und der tiefen Spalten im Gestein. Wegen der Hitze starten wir ganz früh. Wer hier nach Mittag noch unterwegs ist wird gegrillt. Die jeweils 2 ltr Trinkwasser verdampfen ohne einen einzigen Schweißtropfen zu hinterlassen. Das macht die Dehydration so gefährlich. Man merkt nicht, dass man austrocknet.

Die Sandsteinklötze Uluru (Ayers Rock) und Kata Tjuta (the Olgas) liegen im gleichnamigen National Park. Hier befindet sich auch das "Ayers Rock Resort", eine moderne Anlage mit Hotels aller Preisklassen bis zum Campingplatz. Es ist konsequent und effizient auf einen hohen Touristendurchsatz ausgelegt. Dementsprechend sind die Preise. Schon der Eintritt in den Park kostet 25$ pro Person. Das ganze Gebiet gehört einem Aboriginiestamm. Aber außer auf einem Dokumentarfilm im Cultural Center sieht man keine. Die komplette Organisation und der Service werden von „weißen“ Australiern erledigt.

Wir fahren zuerst zu den „Olgas“, das sind mehrere atemberaubende Sandsteinkuppeln. Um sie wandernd zu erschließen ist es zu heiß und auch schon zu spät. Wir werden das an einem der folgenden Morgen nachholen. Aber wir dürfen einen dieser berühmten Sonnenuntergänge erleben, wie man ihn von den geschönten Kitschpostkarten kennt. Knallrote Felsen wachsen aus dem flachen, graugrünen Gestrüpp.
Bis hierher haben wir uns immer gefragt, ob sich die Kosten und Strapazen der Reise lohnen, nur um Ayers Rock zu sehen. Jetzt, wo wir hier stehen, ist die Antwort ein klares Ja! Dieser Berg hat tatsächlich etwas Mystisches und es ist verständlich, dass er für die Einheimischen heilig ist. Im Visitor Center wird erklärt, dass die Entstehungsgeschichte für die Aboriginies ein Geheimnis ist, dass nicht verbreitet werden darf. Daneben der lapidare Hinweis, dass Geologen eine andere Meinung vertreten. Danach ist in einem großen Bcken eine dicke Schicht von rotem Sand abgelagert worden, die durch Druck und Hitze zu Stein verpresst und durch tecktonische Kräfte aufgetürmt wurde. Nach der banalen Erklärung hätte ich gern die Version aus der "Traumzeit" gehört.
Unser Tag am Uluru beginnt mit dem obligatorischen Sonnenaufgang. Es ist ein bewegender Moment zu sehen, wie die Sonne den Monolith Stück für Stück in rotes Licht hüllt. Anschließend umrunden wir zu Fuss den Fels, besuchen Wasserlöcher und Felshöhlen in denen Aboriginies gelebt haben, mit verwitterten Zeichnungen. Für den Abend haben wir uns zum „Sound of Silence Dinner“ angemeldet. Mitten in der Wüste, unter klarem Sternenhimmel, begleitet vom Klang eines Didgeridoos genießen wir leckeren Fisch und Fleisch vom Lamm, Känguruh und Kokodil. Dazu edlen Wein. Herrlich dekandent. Schließlich ist Silvester. Was für ein Kontrastprogramm zum Neujahrsabend in Sydney!

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