The Nut, Stanley Stanley Main Road
Holzkirche an der Bass Strait
in Launceston Idylle in Ross
Strassencafé BBQ-Vorbereitung
Wombat Mutter und Kind
Wallaby Kängaruhs
... jetzt aber weg Echidna
Wine Glass Bay ...und am Strand
auf Freycinet Painted Rocks
aus den Anfängen College Girls
Hobart Hafen Boat Show
echter "Dampfer" Eleganz in Teak
Tall Ship Parade

Y Not Aktuell

Nord- und Südküste Tasmaniens

15--02-2011

Tasmaniens Besiedlung durch die Europäer begann an der Nord- und Ostküste, weil es hier vom Meer leichter zugänglich und der Boden besser für die Landwirtschaft geeignet ist. Die schmucken Siedlungen wie Stanley, Ross oder Deloraine, das Strassenbild in den größeren Städten Launceston und natürlich in Hobart, alles erinnert sehr an die Heimat der Gründer, „very british“!
Die Entwicklung der Insel ist allerdings ohne die unfreiwilligen Pioniere, die Sträflinge nicht vorstellbar. Überall trifft man auf ihre Spuren, seien es bekannte Bauwerke, Gefängnisruinen oder Hinweistafeln an markanten Orten, die über das traurige Schicksal „berühmter Häftlinge“ berichten. Häufig genug begann deren „Karriere“ mit einer Lappalie wie dem Diebstahl eines Brotes, wofür es dann sieben Jahre „Urlaub“ in Tasmanien gab.
Entlang der Küste sind im ausgedehnten hügeligen Farmland ein paar kleinere Nationalparks erhalten geblieben. Sie sind einzigartige Oasen für die Wildtiere. Unser Geheimtipp ist der Narawntapu NP. Viele Tiere, die auf dem australischen Festland nur nachtaktiv sind tummeln sich hier auch tagsüber. In der Dämmerung wimmelt es auf dem Grasland. Wombats, Wallabys, Kängaruhs. Für uns ist es fast unglaublich wie gering deren Fluchtdistanz ist. Sie haben gelernt, dass ihnen die Zweibeiner hier nichts tun. So konnten Utes bildfüllende Fotos der Wombats auch ohne ein teures Teleobjektiv entstehen.
An der Ostküste lohnt sich der Besuch der Halbinsel Freycinet. Die Kombination von herrlichen Buchten mit weißem Sand und Bergen aus rotem Granit laden zu ausgiebigen leichteren Wanderungen ein. Maria Island lockt dagegen mit bunten Sandsteinklippen und fast zutraulichem Wildlife. Aber auch hier trifft man auf den unrühmlichen Teil der tasmanischen Geschichte. Die Insel war Strafvollzugsanstalt.

Zurück in Hobart kommen wir gerade richtig zur „Wooden Boat Show“, einer Präsentation neuer und alter Holzboote vom Kajak bis zum Drei-Mast-Traditionssegler. Auf Hochglanz lackierte Flussschiffe, deren Schraube mit einer Dampfmaschine betrieben wird. Ultra leichte Kanus, die wie Segelflugzeuge konstruiert sind und stabile alte Walfangboote. Es ist beeindruckend zu sehen mit wie viel Liebe und handwerklichem Geschick diese Schiffe gebaut, restauriert und gepflegt wurden. Damit uns der Abschied von Tasmanien noch etwas schwerer fällt werden wir Zeuge einer Parade der Traditionssegler. Wem geht da nicht das Seglerherz auf!

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