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Y Not Aktuell

Silvester in Sydney

08--01-2011

Um es vorweg zu sagen: Sydney ist für uns die lässigste Stadt, die wir bisher erlebt haben. Der coole Lifestil erleichtert es auch schwulen Pärchen, ungehemmt mit ihrer Sexualität in der Öffentlichkeit umzugehen in einem für uns unbekanntem Maße.
Zum Jahreswechsel ist in Sydney die Hölle los. Vor allem junge Menschen reisen in die quicklebendige Metropole um hier das Neue Jahr zu begrüßen. Sie kommen von allen Kontinenten, wobei die Nähe zu Asien im Stadtbild unverkennbar ist. In dieser Zeit eine Unterkunft zu ergattern ist trotz Internet (oder gerade wegen) nicht ganz einfach, wenn man nicht gerade ein Konto wie ein Ölscheich hat. Wir buchen zwei Monate im Voraus und bekommen gerade noch etwas im Vorort Bankstown. Doch Dank einer guten S-Bahn-Verbindung sind wir von hier innerhalb einer knappen Stunde im Zentrum.

Das Feuerwerk an der Hafenbrücke ist natürlich das Spektakel, das sich niemand entgehen lassen will. Die Plätze mit der besten Sicht beginnen sich bereits am Vormittag zu füllen. Picknickkorb und Stühle gehören zur Standardausrüstung. Einige haben sogar ihre Zelte aufgeschlagen. Wir fragen uns, was mit all den Utensilien geschieht, denn mit zunehmendem Gedränge nimmt auch die Rücksicht proportional ab. An den beliebtesten Fotospots stehen für zigtausend Euro Kameras aufgereiht und warten darauf das beste Foto zu erhaschen. Dank eines Tipps von Freunden buchen wir uns gerade noch rechtzeitig auf einem der Hafendampfer ein. So entgehen wir dem Gedränge und können bei Lifemusik und Rotwein ganz entspannt das einmalige Erlebnis bestaunen. Gleich zwei Feuerwerke werden auf der Brücke und über der Stadt gezündet. Eins für die Kids um 21h und natürlich das Riesenspektakel um Mitternacht. 700.000 Dollar soll es angeblich gekostet haben. Egal, es war einfach grandios!

Täglich mindestens zwei Stunden S-Bahn ist uns auf die Dauer zu viel verlorene Zeit. Wir ziehen deshalb um in ein kleines Hotel in „Kingscross“, einem Stadtviertel, nur zwei U-Bahn-Stationen vom Zentrum. Tagsüber ist das eine ruhige Wohngegend. Was wir allerdings nicht wissen, nachts steppt hier der Bär. In der Straße gleich um die Ecke reiht sich eine Bar an die andere. Hier war während des Vietnamkriegs das Rotlichtviertel für die amerikanischen GIs. Unsere Erkundungstouren machen uns allerdings so müde, dass wir selbst bei dieser Geräuschkulisse einschlafen.

Sydney hat viel zu bieten. Nicht nur die beiden Wahrzeichen, Harbour-Bridge und Opernhaus. Interessant sind der Altstadtkern „The Rocks“ oder „Darling Harbour“ mit seinem fantastischen Aquarium und dem Maritime Museum. Unweit davon zeugt Chinatown von den vielen Einwanderern aus diesem Land. Nicht zu vergessen der Zoo, der unter anderem mit fantastischen Ausblicken auf die City aufwartet. Wer will kann in Sydney „Shoppen bis der Arzt kommt“. Unzählige Geschäfte und Boutiquen bieten für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas. Das schönste Einkaufszentrum ist das Queen Victoria Building um 1890 erbaut.

Wenn die Sydneysider der Großstadt entfliehen wollen, dann fahren sie hinaus an die Strände von Bondi-Beach oder Manly. Hier brechen sich die Wellen der Tasman-Sea und sind deshalb bei Surfern ein beliebtes Ziel. Im Landesinneren liegen die „Blue Mountains“. Sie werden so genannt, weil eine Wolke aus feinsten Eukalyptusöltröpfchen sie blau erscheinen lässt. Den Besucher erwarten gewaltige Sandsteinabbrüche mit Schwindel erregendem Tiefblick.

Nach zehn Tagen verlassen wir Sydney fast ein bisschen wehmütig gen Tasmanien.

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