Gewitterstimmung CopraShed Marina
"on the road" kapitaler Fang
am Rainbow Reef neugierig
Farmhaus angenehm kühl
Dinner bei Jack

Y Not Aktuell

Fiji - Vanua Levu

18-10-2010
 

Uns ist unheimlich, als wir nachts in die uns unbekannten Gewässer der Savusavu Bay einlaufen. Nur ein schwaches Leuchtfeuer kennzeichnet die Untiefen, die weit vom Cap hinaus ragen. Vor Savusavu lassen wir den Anker fallen. Erst am nächsten Morgen erkennen wir die wirkliche Gefahr. Die unbeleuchtete Festmachertonne mitten in der Einfahrt ist zwar in der Karte verzeichnet, wir konnten sie aber in der stockdunklen Nacht nicht ausmachen. Nicht auszumalen, wenn dort die Fähre noch festgemacht wäre, der wir gerade begegnet sind. An ihrer langen Trosse hätten wir uns vielleicht das Vorstag oder gar den Mast abgerissen. Glück gehabt!
Das Einklarieren verläuft wider alle Warnungen problemlos. Die Beamten von Health und Customs begrüßen uns mit einem freundlichen „Bula, Bula“, was man mit Hallo übersetzen kann. Und der gefürchtete Quarantänebeamte, der angeblich alle frischen Lebensmittel, Fleisch und Milchprodukte konfisziert, taucht erst gar nicht auf. Das von ihm erforderliche Dokument erhalten wir dann vier Tage später am Steg. Unser Boot hat er noch nicht einmal betreten.

 

Der Markt in Savusavu begeistert uns nicht nur wegen des Angebots an Obst, Gemüse und fangfrischen Garnelen zu für uns ungewohnt niedrigen Preisen, sondern auch wegen der vielen verschiedenen Gewürzmischungen, besonders der Currys. Der Einfluss der Inder, die ca. 45% der Bevölkerung Fijis ausmachen, ist in den Städten unverkennbar. Die englischen Kolonialherren haben sie als Arbeitskräfte für die Zuckerrohrplantagen hergebracht, weil sie die Melanesier nicht zum arbeiten bewegen konnten. Das scheint auch heute noch so zu sein. Der Handel ist fest in indischer Hand. Überall plärren Lautsprecher indische Klänge aus den Läden. Proviantieren ist allerdings nur notwendig, wenn man die Stadt wieder verlässt. Es macht wenig Sinn selber zu kochen, wenn man in einem der kleinen Restaurants für 5 Fiji Dollar (umgerechnet 2 EUR) ein tolles Currygericht erhält.

 

 

 

Waitui Marina Rules

1. Life is short; relax.

2. If you need something, please ask. If we don't know the answer, we'll try to find someone who does.

3. If someone does you a favour, pass one along.

4. Try not to get drunk and fall off the dock.

5. If you fall off the dock, please try to float face up.

6. If you see someone floating in the water, please fish them out. Their family may thank you.

7. Smile and laugh as much as possible.

 

Die Fahrt mit dem Bus über die Insel in die „Hauptstadt Lambasa“ ist ein kleines Abenteuer. Drei Stunden lang quält sich das klapprige Gefährt die steilen Serpentinen hinauf zum Bergkamm. Bei jedem Zwischengas hoffen wir, dass er es doch noch schafft weiter zu schleichen. Während der kurvenreichen Abfahrt auf der anderen Seite gilt das Bangen den Bremsbelägen. In Lambasa ist alles noch „indischer“, selbst die Schaufensterpuppen tragen aufwändig bestickte Saris. Der Schneider fertigt ein Hemd für 18 FJD, ein Kleid für 33FJD. Die für uns ungewohnt niedrigen Preise sind allerdings auch die Hauptattraktion des Ortes.

Unsere Reise verläuft gegen den Uhrzeigersinn um die Insel. Vor der Somosomo-Strait fangen wir endlich wieder einen Fisch. Einen kapitalen Mahi Mahi, den Günter diesmal nicht mehr vom Haken lässt. Für uns allein ist er viel zu groß. Unser Buddy-Boat „Blue Sky“ erhält seinen Anteil, ebenso die einheimische Familie in der Viani-Bay, auf deren Bank wir den Fisch filetieren. Und die Eingeweide sind für deren Hunde.
Nahe der Viani-Bay bietet das Rainbow-Reef fantastische Tauchgänge. Begünstigt durch die starke Strömung in der Somosomo Strait findet man hier farbenprächtige Weichkorallen und enormen Fischreichtum. Attraktion ist eine senkrechte, scheinbar unendlich tief abfallende Wand voll mit weißen Weichkorallen, "White Wall" genannt.

Jenseits der Meerenge liegt die Insel Taveuni wie ein fruchtbarer Garten. Mit einem Taxi lassen wir uns zu einem Wanderweg bringen, auf dem man an malerischen Kaskaden vorbei kommt. In deren Wasserbecken geniessen wir ein erfrischendes Bad. sextant