on anchorage Begrüssung
jung und alt immer ein Lächeln
in Falehau "Sauerei"
Fischen fürs Fest fett und reichlich
Feast bei Sia und danach Musik
Kava-Party Männerchor
traditioneller Tanz little Guide

Y Not Aktuell

Niuatoputapu

15-08-2010

Niuatoputapo ist ein kleiner Klecks auf der Landkarte in der Weite des Pazifik. Niua bedeutet viele Kokospalmen. Ca. 700 Menschen leben auf dem selbst für Tonganer abgelegenen Eiland. Umso authentischer spielt sich das Leben ab. Schweine laufen wie Hunde über die Piste aus Korallenschutt. Besucher werden am Pier bereits von einer fröhlich winkenden Schar Kinder begrüßt und nach „Lolly“ oder „Pencils“ befragt. Die Erwachsenen stehen ihnen in der warmherzigen Begrüssung nicht nach. Hifu, seines Zeichens Police-Officer, lädt uns zu einer Inselrundfahrt in seinem Dienstwagen ein, samt seiner Familie. Die vielen zerstörten Häuser sind nicht zu übersehen. Einige haben eingedrückte Wände. Von anderen steht nur noch das Fundament, darauf ein Zelt oder eine provisorische Wellblechhütte mit Dächern aus Palmwedeln. Vor einem Jahr hat ein gewaltiger Tsunami diese Verwüstung angerichtet in dem neun Menschen den Tod fanden. Vom australischen Roten Kreuz gelieferte „Fertighäuser“ liegen noch immer an der kleinen Pier und warten darauf aufgestellt zu werden. Aber hier verläuft eben alles in Zeitlupe. Das hat jedoch keinerlei Einfluss auf die freundliche und scheinbar immer gutgelaunte Art der Menschen. An „feasts“ und „parties“, die für die 12 hier ankernden Boote organisiert werden, mangelt es nicht. Es gibt Langusten, Spanferkel und viele uns unbekannte Leckereien. Kava, das Nationalgetränk, das aus einer Wurzel gewonnen wird, ist eigentlich nur für Männer. Als Gast darf Ute jedoch von der trüben, bitter schmeckenden Brühe probieren. Von den ohnehin geringen Einnahmen aus diesen Veranstaltungen spenden die Bewohner den größten Teil an die Kirchengemeinde. Für uns ist das schwer nachvollziehbar. Hier aber hat die soziale Gemeinschaft einen sehr hohen Stellenwert.
Unser Anteil an der „Entwicklungshilfe“ besteht aus dem Transport von fünf großen mit Kakalaken verseuchten Kisten voller Hilfsgüter aus Vava’u und einer Menge an Gebrauchsgegenständen, die wir bereits in Neuseeland beschafft haben, wie Haushaltsgeräte, Schreibutensilien für die Schulkinder oder Angelzubehör.

Nico, ein umtriebiger Insulaner und seine geschäftstüchtige Frau Sia, die sich emsig um die Segler bemühen (die Beiden besitzen das einzige VHF-Funkgerät auf der Insel!!), organisieren einen Ausflug zum benachbarten Vulkankegel Tafahi. Der Trimaran "Migration" von Bruce und Alene dient der vierzehn-köpfigen Crew als Shuttlebus. Aber nicht alle begeben sich auf den anstrengenden Aufstieg. Doch es lohnt sich. Vom Gipfel aus soll man bei guter Sicht sogar unser nächstes Ziel sehen können, Samoa. sextant