Inseln und Riffe in Neiafu
jeden Sonntag the tongan way..
naughty Charly "Faka-Lady" show
Candle dance Mariner's cave
Port Maurelle TO-Stützpunkt

Y Not Aktuell

Vava'u

01-08-2010

Auf die Charterfirma Moorings, die hier auf Vavau eine Basis hat, ist es zurückzuführen, dass sämtliche Ankerplätze im Archipel durchnummeriert sind. Man fragt also nicht, wart ihr in Port Murelle oder in der Blue Lagoon, sondern nennt die entsprechenden Ankerplatznummern. Insgesamt sind 42 Ankerplätze in der Karte verzeichnet. Kaum jemand hat sie alle besucht. An der Ostseite liegen am Außenriff ein paar Plätze, die besonders schön sein sollen. Geschütztes türkisfarbenes Wasser mit weißen Stränden. Daneben steile Kliffs an denen die Brandung tobt. Dort wollen wir hin, trauen uns dann aber doch nicht. Die Passage führt nämlich durch enge, zickzack-förmige Kanäle im Riff. Und die Betonnung, die den Weg zeigen soll, fehlt seit dem letzten Zyklon.

Wir warten auf ein Ersatzteil aus Neuseeland. Der Transport mit DHL-Express kostet genauso viel wie das Teil selbst. In vier Tagen ist es in Nuku’alofa. Von dort benötigt es trotz vieler Telefonate weitere elf Tage bis Vava’u. Die vorgebrachten Gründe für die Verzögerung zählen wir erst gar nicht auf. Vielleicht ist das ja auch nur ein Einzelfall. Wenn die Menschen hier nicht so freundlich wären…
Nach dem Eintreffen der Pumpe stellen wir fest, dass Charly – ja um ihn dreht es sich mal wieder – noch ein anderes Problem hat. Wieder mal ein schwaches Herz. Die Auswahl derer, die so etwas kurieren können, ist in Vava’u nicht sehr groß. Die Dieselmechaniker, die uns als „The Best“  empfohlen werden, versprechen uns nach eingehender Untersuchung: „Yes, we can fix“. Wir übersetzen das irrtümlicherweise mit „Ja, wir können das reparieren“ und geben trotz Skepsis den Auftrag. Als der Generator wieder eingebaut ist, startet er auch sofort - um kurz danach mit Motoröl um sich zu spucken. Die Pampe, mit dem „The Best“ die Zylinderkopfdichtung notdürftig repariert haben, hielt dem Druck der Ölpumpe nicht stand. Die Stimmung an Bord war entsprechend. Der kleinste Funke hätte eine Explosion erzeugt. Eine neue Dichtung werden wir hier ganz sicher nicht mehr einfliegen lassen!

Elke und Werner sind die TO-Stützpunktleiter  in Vava’u. Sie haben nach 22 Jahren Seglerleben auf der Insel Fofoa ihr neues zu Hause gefunden. Gemeinsam mit „Diaethl“ und „Kestrel“ feiern wir in ihrem kleinen Paradies Werners Geburtstag.

Whale-watching ist die Hauptattraktion auf Vava’u. Es muss gigantisch sein, die bis zu 15m langen Buckelwale zu beobachten wenn sie sich spielend aus dem Wasser katapultieren, um mit einem Salto auf dem Rücken zu landen. Mit ihnen zu schnorcheln und zu sehen wie behutsam sie ihre Kälber aufziehen ist sicherlich ein unvergessliches Erlebnis. Alle Werbeprospekte zeigen diese Bilder und die Segler reden laufend von ihren Beobachtungen. Wir? Wir haben in der ganzen Zeit nicht mal eine Flosse zu Gesicht bekommen!

sextant