Strassenschlucht Architektur in Glas
Zwillingstürme Elevator
Congress Center vom Peak
und aus Kowloon bei Nacht
Feng Shui - Loch Nahrung verändert
Straßenmarkt Downton Kowloon
im Man Mo Tempel Bronze-Buddha
"Po Lin" Kloster St. Paul Macau
Oase der Ruhe Bank in Macau
Hotel Lisboa

New Zealand

Hongkong & Macau

02-11-2009

Wir sind wieder unterwegs. Auf dem Weg zur Y Not machen wir Zwischenstopp in Hongkong. Das verkürzt die Flugzeit, reduziert den Jetlack und außerdem, wer weiß ob wir da so schnell wieder hinkommen.

Erste Überraschung bereits beim Einchecken. Der Flieger ist hoffnungslos überbucht. Es werden Freiwillige gesucht, die für 600 Euro „Schmerzensgeld“ pro Person einen Tag später fliegen. Leider sind wir dafür zu spät am Gate. Das wäre bestimmt noch ein netter Abend in Frankfurt geworden.
Der Expresszug vom Flughafen fährt direkt zur Central Station in Hongkong. Von dort ist es nur ein paar Minuten mit dem Taxi ins Hotel. Die Zimmer im „Bishop Lei Int’l House“ verteilen sich über 23 Stockwerke. Sie sind sehr sauber, das Personal aufmerksam und um den Gast bemüht. Allerdings ist die Zimmergröße für Europäer gewöhnungsbedürftig. Stehen zwei Reisetaschen neben dem Bett, ist die Bude voll! Im Schrank haben sie aber keinen Platz.
Wer im Haus frühstücken will, findet dort ein einfaches aber ausreichendes Büffet. Wir ziehen es allerdings vor unterwegs zu frühstücken. Das spart Zeit und ist obendrein auch noch billiger.

„Bishop Lei“ liegt ausgesprochen verkehrsgünstig. Mehrere Buslinien halten direkt vor der Haustür. Zum „Escalator“, einer überdachten Rolltreppe,  die quer durch das Kneipen- und Restaurantviertel SoHo verläuft, sind es nur wenige Geh-Minuten. Über die Rolltreppe gelangt man vom oberen Stadtteil direkt zum Busbahnhof, zum IFC-Einkaufszentrum oder zu den Fähranlegern. Und abends bequem zurück. Überhaupt sind wir beeindruckt vom Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel. Sie sind hervorragend organisiert und für unser Empfinden spottbillig. Wir nutzen sie regelmäßig zur Erkundung von Hongkong und Umgebung.

Hongkong ist Finanzmetropole und das Tor zum Reich der Mitte. Annähernd sieben Millionen Menschen drängen sich hier und wollen am Wohlstand partizipieren. Der Raum ist begrenzt. Das treibt die Grundstückpreise und die Wolkenkratzer in schwindelnde Höhen. Allen voran die Gebäude der Banken sowie das Intenationale Finanzzentrum. Den besten Eindruck davon erhält man vom höchsten Aussichtspunkt, kurz „Peak“ genannt. Von hier oben bietet sich der Postkartenblick über die Stadt und über den Hafen, der sich mit Rotterdam den Ruf der größte Containerumschlagplatz zu sein, streitig macht. Auf der anderen Seite liegt auf dem Festland die New Territories und der Stadtteil Kowloon. Während Hongkong eher britisch anmutet, dominiert dort der chinesische Einfluß. Ein noch dichteres Gewimmel in den Straßen und auf den Märkten. In und um die zentrale Ader, die "Nathan Road", laden tausende von Geschäften zum Shopping ein. Günter ersteht ein neues Zoom-Objektiv für seine Kamera. Das hatte er sowieso vor. Die Preise sind allerdings nicht mehr so viel günstiger als in Deutschland. Und wer in den Geschäften nicht handelt, zahlt garantiert mehr als zu Hause.

Bei einem Ausflug auf die Insel Lantau verbinden wir den Besuch im Kloster Po Lin, und der angeblich größten bronzenen Buddha-Statue der Welt, mit einem Wiedersehen. Iris, eine Cousine von Utes Trauzeugen, lebt mit ihrer Familie seit 16 Jahren hier. Bei einer Tasse Kaffee werden auf „pfälzisch“ Erinnerungen ausgetauscht. Und wir erhalten jede Menge Tipps und Hinweise für unser Kurzprogramm.

Obwohl uns Iris abgeraten hat, fahren wir am nächsten Tag mit der Schnellfähre nach Macau. In der ehemaligen portugiesischen Kolonie gehen die Uhren beschaulicher als in Hongkong. Im Zentrum erinnern noch einige Kolonialbauten an die früheren Herrn. Macau ist deshalb zum Weltkulturerbe. Am bekanntesten ist sicherlich die Kathedrale von St. Paul, von der allerdings nur noch die Fassade steht. Außer den auffallend vielen gigantischen Spielhöllen bietet die Stadt aber sonst nichts, was man nicht auch in Hongkong findet. Ok, jetzt haben wir es selbst erfahren!

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