Cable Car Siedler und heute
Wellington modern vom Victoria Hill
Cape Palliser Denker..
zutraulich Castle Point Rock
Lost soles ab ins Dock

New Zealand

Wellington und Umgebung

08-04-2009

Über Palmerston North, das außer einer bedeutenden landwirtschaftlichen Universität und einem großen begrünten Platz im Stadtzentrum keine Attraktionen aufzuweisen hat, gelangen wir nach Wellington. Wellington ist Neuseelands Hauptstadt und Fährhafen zur Südinsel. Trotz des quirligen Stadtzentrums wirkt Wellington auf uns wie die Stadt Bonn, als sie noch Regierungssitz war. Verglichen mit dem modernen, trendigen Auckland hat es für uns eher Provinzcharakter.
Mit der „Cable Car“, einer Stand-Seilbahn, geht es gemütlich hinauf auf die Hügel von Kellburn, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt geniessen kann. Was früher eine wichtige Verkehrsanbindung war, ist heute hauptsächlich Touristenattraktion. Von der Endstation schlendern wir durch den botanischen Garten, durch schönen alten Baumbestand, vorbei an den Gräbern der ersten Siedler, hinab bis ins Regierungsviertel.
 
Absolutes Muss in Wellington ist das Te Papa Museum. Im Gegensatz zu so vielen verstaubten und langweilig gestalteten Museen erfährt man hier in sehr ansprechender Form und interaktiv (Computer machen’s möglich) alles über Neuseeland. Von den geologischen Phänomen, die zu den Geothermalfeldern und den Erdbeben führen, über die Tier – und Pflanzenwelt, über die Meeresbewohner, einschließlich einem 4m langen Riesen-Kalmar aus antarktischen Gewässern, der jetzt in Formalin schwimmt, bis zur Besiedlung durch die Maoris und später die Europäer.

Auf der anderen Seite des großen Naturhafens gelangt man auf Schotterwegen zum Cape Palliser. Unterhalb des Leuchtturms, zu dem 258 Holzstufen hinaufführen, hat sich ganzjährig eine Kolonie Seelöwen angesiedelt. Die Tiere fühlen sich offensichtlich recht sicher, denn man kann sehr dicht an sie herangehen, bevor sie sich vorsichtshalber gemächlich ins Wasser verziehen. Die Jungen sind natürlich besonders rührend. Ute ist deshalb sehr betrübt, als sie eines von ihnen tot am Strand entdeckt.

Von Martinsborough, einer bedeutenden Weingegend, fahren wir nun wieder gen Norden. Letztes Ziel ist die abgelegene Bucht von „Castle Point“. Ein schmaler Pfad führt dort über einen Felsgrat hinüber zum Leuchtturm. Schilder warnen vor der Gefahr, bei Starkwind vom Grat geweht zu werden. In der Tat bläst es an manchen Stellen so heftig, dass man sich gut am Geländer festhalten muss, damit nicht genau das passiert. Aber damit nicht genug. Wenn die See bei schwerem Wetter von Osten heranrollt, können einige Monsterwellen sogar über die Klippen spülen. Dabei soll es einen deutschen Urlauber vor nicht allzu langer Zeit mitgerissen haben.

Inzwischen ist der Herbst in Neuseeland angekommen. Die Uhren wurden wieder auf Winterzeit zurück gestellt. Das Laub der Bäume beginnt sich zu verfärben und die Nächte werden deutlich kühler. Im Vannie wurde es zuletzt doch recht frisch.

Zurück auf Y Not wird alles vorbereitet um sie ins Trockendock zu bringen. Dort soll sie bis zu unserer Rückkehr im Oktober auf uns warten. Doch bevor wir nach Deutschland fliegen, wollen wir noch so viel wie möglich von der To-Do-Liste abarbeiten. Und die ist diesmal ganz schön lang geworden.

Wir wünschen allen unseren Lesern ein schönes Osterfest.sextant