Highway-Tunnel Hotel der Republik
Forgotten World Morgendämmerung
Whanganui-River Jetboat
Fluß-Impression Bridge to Nowhere!
Kanu-Spass unterer Flusslauf
Wanganui City Film-Palast
Raddampfer

New Zealand

Stratford bis Wanganui

21-03-2009

Von Stratford führt der State Highway 43 gen Norden. Er sollte helfen, ein schwer zugängliches Terrain für die dort angesiedelten Farmer zu erschließen. Der Name „Forgotten World Highway“ lässt uns ahnen wohin wir fahren. Die Straße, die früher wegen ihres schlechten Zustandes verhasst war, windet sich durch Täler und über Sättel durch ein unwirtliches, zerklüftetes Land. Nur ein paar Viehzüchter haben es hier ausgehalten. Als diese mit einer Entscheidung der neuseeländischen Regierung nicht einverstanden waren, gründeten sie einfach ihre eigene Republik. Ein bisschen kauzig sind sie, aber auch mit einem verschmitzten Augenzwinkern, denn unter ihren Präsidenten befinden sich ein Ziegenbock und ein Pudel.

Eine ähnliche Situation findet man an der ehemals wichtigsten Wasserstraße, dem Whanganui-River. Wer früher auf dem Landweg von Wellington nach Auckland reisen wollte, musste vom Ort Wanganui mehrere Tage mit kleinen Schaufelrad-Dampfern den flachen Fluss hinauf fahren. Es muss den Fahrgästen wie eine Weltreise vorgekommen sein, nicht nur weil sie im unteren Verlauf viele Missionsstätten mit Namen wie London, Jerusalem, Korinth oder Athen passierten. „Pipiriki“ ist heute die letzte Ansiedlung bevor man in den weitläufigen Whanganui-Nationalpark eindringt. Mehrere Anläufe bis in die Dreißiger Jahre, dieses Gebiet als Farmland zu erschließen, schlugen fehl. Der Transport des Viehs auf dem Wasserweg war einfach zu aufwändig. Die Pioniere verließen die Gegend noch bevor die Regierung die Zufahrtstraße in Angriff nahm. Seitdem steht eine einsame Brücke ohne Straßenanschluss in der Landschaft, die „Bridge to Nowhere“. Die „Brücke ins Nichts“ ist heute die Touristenattraktion und der Fluß ein El Dorado für Ausflüge mit dem Jetboot oder mehrtägige Kanu-Touren. Klar, dass wir uns das nicht entgehen lassen wollen. Es ist ein unvergessliches Erlebnis durch die grüne Wildnis der tief eingeschnittenen Schlucht zu gleiten, in die Seitenarme zu paddeln oder die Anspannung während der Passage der Stromschnellen zu empfinden.

Tipp: Wer an wunderschönen Landschaftsbildern des Whanganui-Flusses interessiert ist, sollte sich unbedingt den Film „River Queen“ ausleihen!

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