Clinton River Märchenwald
Flechten & Moose Selten! Blue Duck
Baumpilz Aufstieg zum Pass
Mackinnon Pass Roaring Burn
Southerland Fall Poseidon Creek
und trotzdem nass Key Summit

New Zealand

Milford Track - The finest Walk in the World

17-03-2010

Über Queenstown fahren wir zurück nach Te Anau, dem Ausgangsort für Neuseelands beliebteste mehrtägige Wanderung. Der Nimbus „The finest Walk“ sorgt für ein „Multi-Million-Dollar-Business“. Immerhin registriert allein das staatliche DOC 14.000 Tramper pro Jahr. Die Anzahl der verfügbaren Matratzenlager begrenzt jedoch die Zahl auf 40 Wanderer pro Tag. Auf diese Weise ist garantiert, dass der Track nicht zu überlaufen ist. Obwohl wir schon im Oktober gebucht hatten, war erst ab 13. 3. ein Hüttenplatz für uns frei. Diejenigen, die ihren Schlafsack und Proviant für die vier Tage nicht selber schleppen wollen, können für ein Vielfaches der Gebühr eine geführte Tour bei dem einzigen privaten Veranstalter buchen.

Zweifellos ist Milford eine unserer schönsten Wanderungen. Am Clinton-River entlang, der so klar ist, dass man glaubt die fetten Forellen und Aale mit der Hand fangen zu können, führt der Weg durch Märchenwälder bis hinauf zum Mackinnon-Pass. Hier erwartet uns ein einzigartiges Berg- und Gletscherpanorama. Bei schönem Wetter kann man am „12 sec Drop“ senkrecht ins tausend Meter tiefer liegende Arthur-River-Tal schauen. Dorthin steigen wir hinab. Beeindruckende Wasserfälle stürzen die Wände herab. Darunter der Southerland Fall, mit 875m der höchste Neuseelands. Wieder geht’s durch moosüberwucherte Regenwälder bis man endlich am Ufer des Milford Sounds steht.

Milford ganz ohne Regen ist eine Seltenheit. Immerhin regnet es hier im Durchschnitt mit 50%iger Wahrscheinlichkeit. Uns erwischt es (Gott sei Dank) nur am letzten Tag. Trotz Regenschutz sind wir völlig durchgeweicht. Die Schlußetappe legen wir deshalb in Rekordzeit zurück und erreichen die erste Fähre zeitgleich mit den Frühaufstehern, die mehr als eine Stunde vor uns aufgebrochen sind. Wir stellen uns lieber nicht vor wie es gewesen wäre, wenn wir den gesamten Track hätten im Regen laufen müssen?

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