Clay Cliffs betagtes Haus
Arrowtorn Queenstown
Hafenpromenade Nervenkitzel
Shotover Schlucht Nasses Vergnügen
"Kingston Flyer" Ben Lomond Peak
Glenorchy Valley Verkehrsstau

New Zealand

Queenstown

12-02-2010

Wir reisen über Cardrona an, einem der hiesigen Wintersportgebiete. Ein betagtes Hotel, Restaurant, mehrere Ferienhäuser, mehr hat der Ort nicht zu bieten. Aber die Passstrasse, übrigens die höchste in Neuseeland, bietet mit ihren vielen Serpentinen mehr Fahrspass als die längere Strecke entlang dem Clutha-River. In Arrowtown nehmen wir unseren „five o’clock tea“. Hier scheint die Uhr seit dem längst verflossenen Goldrausch stehen geblieben zu sein.

Queenstown, ebenfalls eine ehemalige Goldgräbersiedlung am Ostufer des Lake Wakatipu, ist heute unbestritten das touristische Zentrum der Südinsel. Das ganze Jahr wird hier ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm angeboten. Bungee-Jumping, Jetboot, Wildwasseraktivitäten, Gleitschirmfliegen, Fallschirmspringen, Klettern, um nur einige der Sportarten zu nennen. Ein überwiegend junges Publikum sorgt für eine quirlige Atmosphäre. Wem noch ein Ausrüstungsteil fehlt, hier wird er sicher fündig, egal für welche der ausgefallenen Sportarten.

Bei einem solchen Angebot muss man einfach mal was ausprobieren. Mit dem Jetboot durch eine Klamm zu rasen erscheint uns doch eher wie eine Freilicht-Jahrmarkt-Attraktion. Günter entscheidet sich für Wildwasser-Rafting auf dem Shotover River. Wegen des geringen Regens sind der Wasserstand und der Schwierigkeitsgrad nicht mehr ganz so hoch. Dennoch sind die Stromschnellen nicht zu unterschätzen. Nicht umsonst trägt eine den Namen „Toilet“. Trotz erfahrener Guides geht auf unserer Tour eine komplette Mannschaft beim Kentern ihres Schlauchbootes baden. Eine Person muss mit ausgekugeltem Schultergelenk mit dem Heli ausgeflogen werden.
Der wohl aufregendste Teil ist jedoch die Anfahrt mit dem Bus zum Startpunkt. Die Schotterpiste zum Skippers Canyon gilt als die gefährlichste in Neuseeland. Diese Strecke fahren wir noch einmal mit dem Vannie ab. Jetzt wissen wir warum Mietautos hier nicht versichert sind. Die schweißnassen Hände klammern sich krampfhaft ans Lenkrad. Neben der schmalen Fahrspur geht es senkrecht in den Abgrund. In den engen Haarnadelkurven um die Felsnasen herum, findet der Blick erst tief unten im Talboden wieder halt. Ein Umdrehen ist unterwegs nicht möglich. Und zurück muss man aus dieser Sackgasse auch wieder!

Weniger aufregend ist die Fahrt mit der Gondola auf den Hausberg von Queenstown, von wo aus man einen schönen Blick auf die Stadt und den See hat. Wer noch weiter hinauf will steigt von hier aus auf den 1780m hohen Ben Lomond Peak und wird mit einem phantastischen 360 Grad-Blick belohnt.

An einem Seitenarm des Wakatipu liegt die kleine schottische Siedlung Glenorchy. Nicht weit davon entfernt beginnt der Routeburn Track, einer der schönsten und beliebtesten Great Walks. Davon mehr im nächsten Bericht.sextant