Picton Picton Harbour
Ship Cove Cook Monument
Farn-Stamm Motuara Island
Endeavour Inlet Port Underwood
am nächsten Tag Blick vom Grat
Nostalgie in Nelson
Erholungsphase

New Zealand

Malborough Sounds & Nelson

05-01-2010

Ölwechsel, neue Reifen, Bremsbeläge. Vannie ist startklar. Wir düsen los. Schließlich wollen wir das Neue Jahr bereits auf der Südinsel begrüssen. Obwohl wir nicht vorgebucht haben bekommen wir problemlos und ohne Wartezeit einen Platz auf der Interislander Fähre. Im Zielhafen Picton angekommen legen wir uns erst einmal hin. Die lange Fahrt war doch anstrengend. So verpennen wir fast das Feuerwerk, dass zum Jahreswechsel im Hafen viele Zuschauer begeistert.
Picton ist eine viertausend Seelen Gemeinde. Im Hochsommer kommen noch mal ca. zehntausend Touris dazu. Grund ist in erster Linie natürlich die wichtigste Fährverbindung des Landes. Zum anderen ist Picton Ausgangspunkt für viele Unternehmungen in den Malborough Sounds.
Die Sounds muss man sich wie ein großes Faltengebirge vorstellen, dessen Täler nach der Eiszeit geflutet wurden. Übrig geblieben sind lange Bergrücken getrennt von ebenso langen Fjorden. Auf einem der Bergrücken verläuft ein ca. 70km langer Wanderweg, der Queen Charlotte Track. Eine viertägige Wanderung. Wer jedoch wie wir keine Lust verspürt die gesamte Ausrüstung für vier Tage mitzuschleppen, hier ein Tipp.  Das Wassertaxi von „Beachcomber“ bringt uns zur Ship Cove. Hier ankerte James Cook mehrere Male auf seinen Reisen. Von dort wandern wir im leichten Auf und Ab entlang der zerklüfteten, bis an die Wasserlinie bewaldete Uferzone. Bei Fourneaux Lodge lassen wir uns am Nachmittag wieder abholen. Easy walk!
Der Südteil des Tracks zwischen Torea Bay und Mistletoe Bay ist eine aussichtsreiche Kammwanderung die uns immer wieder verwöhnt mit herrlichen Ausblicken auf die unter uns liegende Küste, mit ihren vielen Meerarmen und dem Irrgarten aus kleinen Inseln und Halbinseln. Der Wetterbericht meldet "clouds, no rain". Doch es kommt anders. Wir werden zum ersten Mal richtig durchgeweicht. 

Auf unserem Weg in den Abel Tasman Nationalpark machen wir am frühen Nachmittag einen kurzen Zwischenstopp in Nelson, der größten Stadt im Nordwesten der Insel. Seit dem „early breakfast“ haben unsere Mägen nichts mehr bekommen und beginnen zu revoltieren. Wir können es kaum fassen. Mitten in der Haupteinkaufsmeile laufen wir schnurstracks auf eine deutsche Würstlbude zu. Mit deutscher Bedienung, Currywurst und Fleischkäse mit Sauerkraut. Fast wie zu Hause. Yummie! Das lassen wir uns nicht entgehen! Klar doch, die Gegend um Nelson ist ja auch die größte Ansiedlung deutschstämmiger Auswanderer.

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