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Landfall in Tahiti Papeete Hafen
Wochenmarkt Tahiti Iti
Im Inneren Kultstätte "Marae"
Badevergnügen Tiki chez Gaugin
Blick auf Moorea Surferparadies

Pazifik

Tahiti

03-09-2008

Mit der aufgehenden Sonne durchqueren wir durch den Pass Papeete das ringförmige Riff und laufen in Tahiti ein. Nach erteilter Erlaubnis passieren wir die Startbahn des Flughafens. Ein gut betonnter Kanal führt zur Marina Taina, vor der wir den Anker fallen lassen. Durch das Außenriff gut geschützt liegt die Marina strategisch günstig. Direkt vor dem Eingang halten die Busse nach Papeete und das größte Einkaufzentrum von Tahiti ist in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Das ist auch der Grund, daß fast alle Boote, die Tahiti besuchen, hierher kommen. Das Angebot entspricht dem in einer französichen Stadt, allerdings liegen die Preise durchschnittlich 30% über denen in Deutschland. Wen wundert's, wenn man bedenkt, daß fast alles von weit her transportiert werden muß. Günstiger ist es eher auf dem Wochenmarkt in Papeete, wo hauptsächlich lokale Produkte angeboten werden. Dort findet man auch die üblichen Souvenirstände.

Tahiti ist die Drehscheibe von ganz Polynesien. Hier ist nicht nur die Handelsmetropole für die berühmten schwarzen Perlen. Alle Güter gehen durch diesen Hafen. Entsprechend quirlig geht es in der Hauptstadt Papeete zu. Wer ein verträumtes Südseestädtchen erwartet, wird wohl ebenso enttäuscht sein wie schon Paul Gaugin bei seiner Ankunft vor mehr als hundert Jahren. Geschäftiges Treiben. Eine endlos scheinende Blechlawine schiebt sich durch die engen Gassen. Der Einfluß des französischen Mutterlandes ist unverkennbar. Um den viel beschriebenen Charm der Insel und die stets gepriesene herzliche Freundlichkeit der Bewohner zu erleben, muß man allerdings schon intensiver suchen.

Eine Safari ins Innere der Insel bringt uns in den Kessel des Kraters auf der Hauptinsel Tahiti Nui. Sattes Grün und unzählige kleinere und größere Wasserfälle prägen das Landschaftsbild. Ursprünglich war dieses Tal dicht besiedelt, bis die von den Europäern mitgebrachten Krankheiten die Bevölkerung um 75% dezimierten (auf den Marquesas bis zu 95%). Der Rest verließ das Tal mit der Christianisierung, um sich in der Nähe der Kirchen nieder zu lassen. Nur einige abgelegene Kultstätten an den steilen Hängen des Kraterrandes, Marae genannt, zeugen noch von dieser Epoche.
Die kleinere Insel Tahiti Iti, ebenfalls ein Vulkankegel, ist durch eine flache Landzunge mit der großen Schwester verbunden. Hier erinnern die landwirtschaftlich intensiv genutzten Hügel eher an die Normandie als an eine Tropeninsel. sextant