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Pazifik

Erste Etappe - Galapagos

24-05-2008
 

Noch schnell vom Ankerplatz in die Flamenco-Marina zum Auftanken. Wasser, Benzin fürs Dinghi und Diesel. Kurz vor dem Auslaufen erwischt uns ein Zollbeamter, will Papiere sehen, füllt irgendeinen Zettel aus und kassiert mal wieder $ 25 für Ein- Aus- oder sonstiges Klarieren. Wer weiß wofür? 
Da kein Lüftchen weht motoren wir erst einmal zu den Las Perlas, den Perlen-Inseln. Auf Contadora lebt seit 1981 Günter Hamacher mit Frau Susanne. Günter ist mehrfach ausgezeichneter Funkamateur und betreibt das Pacific Island Net, eine Funkrunde für Segler im pazifischen Raum, bis nach Australien und Neuseeland. Ihm erzählen wir von unseren Problemchen mit dem Kurzwellen-Funkgerät. Schnell erkennt er die Ursache und hilft uns noch rasch eine neue Antenne aus Panama-City nachfliegen zu lassen. Leider ist die neue Antenne (noch?) nicht die Lösung. Wegen Verzögerungen beim Transport (wen wundert's) wird’s auch vor der Weiterfahrt nichts mehr mit dem fachgerechten Einbau. Zumindest bis Galapagos müssen wir erst einmal auf die SSB-Funke verzichten.

Am 16.5. fahren wir weiter, unter Motor, denn der leichte Westwind aus der Wettervorhersage entpuppt sich als Flaute. Kurz vor Sonnenuntergang beginnt in der spiegelglatten See ein Schauspiel besonderer Art. Es ist offensichtlich Jagd- und /oder Spielzeit. In einer riesigen Tümmler-Schule üben die Jungen noch etwas unbeholfen Salto schlagen. Große Rochen versuchen sich im Gleitflug. Dort wo gejagt wird scheint das Wasser zu kochen. Das inspiriert uns auch unseren Köder zu baden, um an der Fiesta Teil haben zu können. Keine Stunde später liegt eine Makrele als „Sashimi“ auf dem Teller.

 

 

Die Flaute, die danach kommen soll, bläst aus Südwest, der Richtung in die wir wollen. Für 1000 Seemeilen gegen an reicht unser Dieselvorrat  nicht. Langsam wird uns klar, warum alle Handbücher ausreichend Brennstoff für diese Strecke empfehlen und fast alle Boote mit zusätzlichen Kanistern bepackt sind.
Wir entscheiden uns zunächst südlich in Richtung Ecuador zu laufen, und dann im großen Bogen nahe am Äquator nach Westen zu segeln. Dort können wir die südlichen Winde nutzen, die in dieser Breite in der Regel anzutreffen sind. Dazwischen helfen wir gelegentlich mit einer Brise aus dem Tank nach, um nicht von der Strömung zu nahe ans Festland getrieben zu werden.
Der Plan klappt hervorragend. Am 21.5. um 21.36UTC (16.36h) überqueren wir bei 81°07’W den Äquator. Bei einem Fläschchen Sekt wird der besondere Moment gefeiert. Durch den kalten Humboldt-Strom sind Wasser und Luft für uns unerwartet frisch. Deshalb besucht uns Neptun erst am nächsten Tag, um die Crew der Äquator-Taufe zu unterziehen!
Der Rest ist Segeln bei halbem Wind. Mit insgesamt 66 Motorstunden können wir am 24.5. morgens gegen 15.00UTC den Anker in der Academy Bay vor Santa Cruz fallen lassen. Der erste Eindruck der „unberührten Natur“ ist ernüchternd. Die vielen Touristenboote lassen den paar Seglern kaum Platz zum Ankern. Beim Ausbringen des zwingend erforderlichen Heckankers ist uns die sehr sympathische schottische Familie von der „Summerwine“ behilflich. Wir kennen Ilona und Mike bereits seit Curaçao. Entsprechend herzlich ist ihr "welcome to Galapagos"! Top