zurück zur Übersicht:
Gatún-Lock Gatún Lake
Wasserstrasse David und Goliath
Tor zum Pazifik America Bridge
Panama City

Pazifik

Endlich im Pazifik

03-05-2008
 

Ja, es ist wahr .... Y Not liegt in Balboa vor Anker und wartet (un)geduldig auf die Weiterreise.
Die Crew ist emsig dabei die restlichen Einkäufe sowie die noch angefallenen Reparaturen schnellstens zu erledigen. Wir wollen weiter!

Das Datum für unseren Transit reduzierte sich glücklicherweise vom 14.05. auf den 02./03.05.
Y Not wird im Paket mit Panacea/USA und Odilon/Monaco geschleust.
An Bord: Günter, ein Advisor, vier Line-Handler (Les/Neuseeland, Tom/Alaska, Christoph/Österreich, Carlos/Kolumbien) und Ute (Admiral grins).
Am 02.05. um 18.00 Uhr müssen wir startklar sein. Die alten Autoreifen zum Abfendern und die Leinen, wie soll’s anders sein, werden in letzter Minute angeliefert. Unser Advisor kommt gegen 20.30 Uhr an Bord. Anker auf und los geht’s.

Das Gatún-Lock ist das Schwierigste. Wir teilen uns die Kammer mit einem riesigen Tanker. In drei Stufen werden wir ca. 30 Meter bis zur Höhe des Gatún Lake angehoben. Mächtige Strudel umgeben uns, als das Wasser in die Kammer strömt. Die Line-Handler müssen aufpassen, dass die Schiffe nicht an die Schleusenwand gedrückt werden.  

 

 

Panamakanal in Kürze

Erste franz.Bemühungen: 1880
(erfolglos wegen Krankeiten und schlechter Projektführung)
Zweiter Baustart (USA): 1904
Offiz.Einweihung: 15. Aug. 1914
Länge: 80 km

Schleusenkammern:
Breite: 33,5m, Länge: 305m
Tiefe: bis zu 26m

Max Schiffsgröße:
Breite: 32,3m, Länge 294,1m Tiefgang 12 Meter

24 h Betrieb täglich seit 1963
Durchschnittsgebühr:
ca. US$ 45.000,00;
Y Not zahlt US$ 700
Gebührenrekord: US$ 184.114,80 Frachtschiff „Sisler, 1999

Gegen 1.00 Uhr nachts machen wir müde  an einer der riesigen Bojen im See fest, wo wir übernachten. Am nächsten Morgen geht es um 7.30 Uhr weiter. Die 4-5 stündige Fahrt durch den Gatún Lake bis zu den Schleusen Pedro Miguel und Miraflores ist landschaftlich ein Erlebnis. Sogar ein Krokodil kreuzt unseren Weg. Das Abwärtsschleusen verläuft unkompliziert. Es hat richtig Spaß gemacht und die Crew war vorbildlich in Bezug auf Seemannschaft und dem Umgang miteinander auf engstem Raum.
Leider verlaufen nicht alle Schleusungen so problemlos. Als Günter auf dem Katamaran "ISHANI" als Line-Handler mitfuhr erlebte er die Schleusung im Gatún-Lock mehr als aufregend. Ein über 50 Tonnen schwerer Holzschooner drückte den Kat so sehr an die Schleusenwand, dass Skipper Christoph um seinen Rumpf bangte.

Ein unglaublich GUTES Gefühl nach dieser endlos scheinenden Warterei (immerhin 5 Wochen!!!) unbeschadet in unserem neuen (dem größten) Ozean angekommen zu sein. Wir ankern vor Playita - Flamenco. Der Gezeitenunterschied von bis zu 6 m ist gewöhnungsbedürftig. Jetzt warten wir nur noch auf günstigen Wind! Dann brechen wir auf zu den Galapagos.

Top