am Abend Farbenspiel
Windschutz Weinkeller
Freunde Museum Manrique

Überfahrt

Lanzarote

Endlich steht der Wind günstig. Gleich morgens laufen wir aus. Der Hafen schläft noch. Der Wind auch  Das Ablegen ist deshalb ein Kinderspiel, trotz der Enge. Unterwegs begleiten uns wieder Delfine. Diesmal eine Art, die wir vorher noch nie gesehen haben, mit weiß-grau gefleckter Haut und einer weissen Nase.
Bis zum Start der ARC in Gran Canaria haben wir noch etwas Zeit. Deshalb beschliessen wir, einen kleinen Abstecher nach Lanzarote zu machen. Ute kennt die Insel von früher, ich nicht. Am übernächsten Tag machen wir gegen Mittag in Porto Calero, einem modernen Yachthafen an der Ostseite der Insel fest.

Die Landschaft Lanzarotes wurde geprägt von einem gewaltigen Vulkanausbruch im 18. Jahrhundert, der im Laufe von 36 Jahren gewaltige Mengen von Lava und schwarzer Asche hervorgebracht hat Sie bedecken ca. 2/3 der einst fruchtbaren Insel. Wo die Lava ins Meer floss, entstanden bizarre Gesteinsformen, die Gasblasen in der Lava hinterließen riesige Höhlen. Die Schönheit dieser kargen Landschaft hat sich uns erst auf den zweiten Blick erschlossen.
Die Menschen hier haben sich mit der Zeit der unwirtlichen kargen Umgebung angepasst und es sogar geschafft, Wein in künstlich angelegten Löchern in der mineralreichen schwarzen Vulkanerde oder hinter Steinwällen anzubauen. Es sind schwere Weine, denen man den Überfluss an Sonne anmerkt.
So schlicht und doch optimal den Umweltbedingungen angepasst sind auch die Wohnhäuser. Stellvertretend für die der Natur angepassten  schlichten Bauweise steht der Architekt Caesar Manrique, dessen Anwesen inzwischen als Museum zu besichtigen ist. Er war es, der wesenlich dazu beigetragen hat, dass man hier selten mehrstöckige Bettensilos findelt, wie man sie von anderen Tourismus-Hochburgen kennt.
Im Süden der Insel ist  in Playa Blanca ein neues großes Touristenzentrum entstanden, mit einem beeindruckenden großen Yachthafen, umgeben von vielen Restaurants und modernen Geschäften. Hier ist der Traum von „Quinta do Lorde“ bereits Wirklichkeit. Wir finden, ein gutes Beispiel, dass Retorte nicht immer hässlich sein muss.Top