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Ägäis

Abstecher nach Patmos

Es ist schwül und heiss. Kein Lüftchen bewegt sich. Wir sind wieder in der Marina Lakki auf Leros. Die Marina wird von einer Schiffswerft im Norden der Insel betrieben. Sie hat sich angeboten, unser Dinghi zu kleben.Allerdings ist die Werft sehr beschäftigt und kann die Arbeiten nicht vor Freitag abend erledigen. Und einen neuen Heizstab für den Boiler können sie auch besorgen. Der war nach fünf Jahren total verkalkt. Über den Ausbau, kopfüber im Bootsrumpf, will ich nicht mehr nachdenken. Wir stimmen Reparatur und Ersatzteilbestellung zu. Was sollen wir auch sonst tun? Ohne Dinghi sind wir aufgeschmissen. Das Ersatzeil wird in Athen bestellt und soll ebenfalls bis Freitag da sein.Wenn das man gut geht.

Wenn es schon mit der Fahrt nach Westen nichts wird, was sollen wir auf Leros rumhängen. Obwohl der Wind ungünstig steht (mal wieder), entschliessen wir uns nach Patmos zu fahren, knappe 25 Seemeilen. Die erste Nacht verbringen wir in einer ruhigen Bucht mit sehr illustren Nachbarn. Ute fällt die schnittige Ketsch schon auf, bevor sie hinter uns vor Anker geht. "Tolle Rennziege da hinter uns" entfährt ihr. Moderne "Rennziegen" mit zwei Masten, das ist heute selten. Ich schaue mit dem Fernglas genauer hin. Am Großbaum steht mit dicken Lettern MARI CHA II. Das schnellste Boot bei der Daimler Chrisler Nordatlantic Regatta.
Als wir am nächsten Morgen in die Hafenbucht von Skala verlegen ankert dort die "Sea Cloud", ein Luxus-Clipper mit einem Gäste-Crew-Verhältnis von 1:1. Why Not!

Patmos gilt hinter dem Kloster auf Arthos als das Zentrum der orthodoxen Kirche mit der zweitgrößten Bilbliothek Griechenlands.Von weit her ist bereits die Klosterburg mit der Kirche des Johannis inmitten der Chora, dem

 

 

Angetroffen

Lakki Marina. Neben uns legt gerade eine Yacht an. Irgendwie kommt mir der Skipper bekannt vor. Fast zur gleichen Zeit rufen wir auf beiden Booten: „Das gibt’s doch gar nicht! Wenn wir das geplant hätten, dass hätte nie geklappt!“ Es sind Eva und Rolf mit Ihrer „Present“.  Die Beiden sind seid 1 ½ Jahren unterwegs und waren  Stegnachbarn in  Kreta. Die Freude war groß, es gab viel zu berichten. Insbesondere von ihrer EMIR-Rallye von Istanbul nach Port Said, die sie dieses Frühjahr noch vor dem sinnlosen Krieg in Nahost mitsegeln konnten. Gemeinsam wurde am 1.8. der Schweizer Nationalfeiertag zelebriert, daher stammen die Beiden. Standesgemäß war die „Present“ über die Toppen geflaggt.

Euch allzeit Gute Fahrt!

 

 

höchsten Ort der Insel, erkennbar.Von den kleinen Kirchlein, soviele wie Tage im Jahr, ist die Grottenkirche der Apokalypse die bekannteste. Neben ihr gibt es sogar eine theologische Schule.
Trotz der vielen Kreuzfahrtschiffe hält sich der Tourismus in Grenzen. Die vielen herrlichen Buchten mit gemütlichen kleinen Restaurants direkt am Kiesstrand laden zum Verweilen ein. Wir aber müssen zurück nach Leros, das Dinghi abholen.

Wir glauben es kaum. Die freundliche Marina-Crew überrascht uns mit einem neuen Heizstab und einem Dinghi mit neu verklebten Spiegel. Noch ganz frisch, der Kleber muss noch mindestens 3 Tage trocknen. Solange wird sie auf dem Vordeck auf den Test im Wasser warten müssen. Aber sie scheint zumindest wieder dicht zu sein. Die kleine Nacharbeit wird prompt erledigt Die Rechnung ist auch nicht von schlechten Eltern, 470€!! Wenn's hält?

Jetzt sitzen wir also hier, fertig zum Ablegen und schwitzen in der Flaute. Zeit für die Website! Aber morgen geht's los. Hoffentlich!Top